Wie kann ich das verstehen? Was davon hat etwas mit Trauma zu tun? Was kann ich da in meiner Rolle als Pädagog:in oder Berater:in tun? Was darf ich tun? Was will ich da tun oder lieber nicht?
Traumaerfahrungen wirken sich auf alle Lebensbereiche eines betroffenen Menschen aus. Darunter selbstverständlich auch auf die Sexualität. Sowohl Trauma als auch Sexualität waren einer gesellschaftlichen Tabuisierung unterworfen, die bis heute wirken. Daher fehlen für Traumafolgen im sexuellen Bereich häufig Worte und Wissen – sowohl bei den Betroffenen als auch bei den Fachkräften. In der traumabegleitenden Arbeit werden sie daher oft übersehen, aus Scham vermieden oder auch aus Angst der beratenden Person vor Überforderung.
In diesen zwei Tagen werden wir uns mit Erfahrungen von sexualisierter Gewalt beschäftigen. Aber wir wollen auch verstehen, wie sich jegliche Traumaerfahrung in die sexuelle Entwicklung und Praxis von betroffenen Menschen auswirken können. Und welche Unterstützung im pädagogischen und beratenden Bereich hilfreich sein könnte.
Die Fortbildung richtet sich an traumapädagogische Fachkräfte in psychosozialen Handlungsfeldern insbesondere Pädagog:innen und Beratende. Für die Fortbildungstage benötigt es – na klar – Motivation und Fähigkeit zur Selbstreflexion. Dem Thema Sexualität wollen wir uns im Seminar mit der gleichen Haltung annähern wie den traumatischen Themen – angemessen, interessiert, ernsthaft und möglichst wenig schwer.
13./14.05.2027 anmelden
Christopher Krech, M.A. phil., Traumapädagoge (DeGPT/Fachverband Traumapädagogik), Systemischer Berater, Coach & Supervisor (DGSF), trained facilitator of LEGO® SERIOUS PLAY® method and materials. Langjährige Erfahrungen in der offenen Kinder- und Jugendhilfe, im Bereich ambulanter Jugendhilfe und als Referent in Fort- und Weiterbildungen zur Traumapädagogik. Mitglied des Werkraums Pädagogik/Netzwerks Traumapädagogik.