Das Institut Trauma und Pädagogik hat das Ziel, die Entwicklung der Traumapädagogik gesellschaftlich und institutionell, pädagogisch und individuell mitzugestalten.
Grundidee des Instituts ist der kreative Prozess der Weiterentwicklung und Weitergabe traumapädagogischer Haltungen, Methoden und Konzepte. Es geht darum, Antworten zu finden und Handlungsrepertoires zu entwickeln, die den Betroffenen gerecht werden. Es braucht Kenntnis und Verständnis für die pädagogische Notwendigkeit im Umgang mit Traumatisierung, Traumadynamiken und -netzen.
Sich zu schämen ist ein zutiefst menschliches Gefühl und oft schmerzhaft. Wir alle kennen beschämende Situationen und doch sind sie wenig als Emotion mit uns verbunden. Scham wird eher verborgen und negiert. Im Umgang mit traumatisierten Menschen begegnet uns diese Emotion oft indirekt in vielfältigen Formen der Schamabwehr wie Rückzug, Anpassung, Selbstabwertung, Vermeidung oder dem Gefühl, „nicht richtig“ zu sein.
In der Fortbildung nähern wir uns dem Thema Scham aus einer traumasensiblen und praxisorientierten Perspektive und beschäftigen uns damit, wie Scham entsteht, welche Funktionen sie hat, was sie mit unserem Körper, Selbstbild und unseren Beziehungen macht und welche Bedeutung sie nach traumatischen Erfahrungen haben kann.
Für den traumasensiblen Umgang mit Scham beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Formen von Scham und den Mechanismen der Schamabwehr. Gemeinsam erarbeiten wir Möglichkeiten, wie wir als Fachmenschen Scham(-abwehr) wahrnehmen, einordnen und einen sicheren, wertschätzenden Kontakt gestalten können.
Die Fortbildung bietet Raum für Selbstreflexion im Umgang mit Scham und praktische Übungen. Es ist auch Raum für Austausch zu eigenen Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag.
Inhalte:
Entstehung von Scham und ihre Funktion
Formen von Scham und Schamabwehr
Auswirkungen auf Körper, Selbstbild und Beziehungen
Hedi Freude, bis Ende 2024 Leiterin Institut Trauma und Pädagogik, ab Januar 2025 Referentin im Institut, Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Familienberaterin und Systemische Familientherapeutin (IFW), Supervisorin (DGSv), Traumafachberaterin, PEP®-Anwenderin, langjährige (Leitungs-)Erfahrung in der Jugendhilfe
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