Eine Fortbildung für Fachkräfte, die in erzieherischen Bereichen tätig sind oder in Erziehungsfragen beraten.

Eltern und auch Fachkräfte im pädagogischen Bereich können im Verlauf der Erziehung in eine Lage kommen, die sie mehr als erwartet herausfordert. Manchmal ist es das Verhalten des Kindes, welches sich selbst oder andere in Gefahr bringt, manchmal ist es die lange Dauer zermürbender Kämpfe und aufreibender eskalierender Situationen, die Menschen an den Rand des Erträglichen bringen. Nicht selten geht in diesen Phasen die Beziehung zum Kind verloren oder der Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Das hier vorgestellte Konzept einer neuen Autorität geht zurück auf Haim Omer und Arist von Schlippe. Es geht davon aus, dass erzieherische Autorität notwendig ist, aber nicht wie früher auf Kontrolle, Macht und Gehorsam, sondern auf Gewaltfreiheit, Präsenz und Selbstkontrolle basiert und durch Netzwerke unterstützt ist. Im Kontext traumatischer Erfahrungen ist diese pädagogische Haltung besonders hilfreich, um den Kindern ein verlässlicher Anker zu sein und ihnen angemessen Schutz und Orientierung geben zu können.

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In dieser Fortbildung wird es zunächst darum gehen, sich mit der eigenen Erziehungshaltung und ihren Auswirkungen auf den Berufsalltag auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer*innen lernen Eskalationsspiralen erkennen und Methoden zur Deeskalation und zum Aufbau und Erhalt einer guten Beziehung einzusetzen. Ziel ist, die eigene Präsenz zu stärken, eine gute und belastbare Beziehung zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen und auch in schwierigen Situationen souverän und deeskalierend zu handeln.

 

Themen und Methoden der Fortbildung:

  • Kennenlernen der wichtigsten Säulen des Konzepts von Omer/v. Schlippe
  • Auseinandersetzung mit eigenen und anderen Erziehungshaltungen
  • Kennenlernen und Einüben verschiedener Methoden zu Beziehungsarbeit, Selbstkontrolle, Deeskalation und Widerstand
  • Übertragung auf die eigene Person und den eigenen Arbeitsbereich
  • Methodisch abwechslungsreiche Gestaltung mit kurzen Vorträgen zur Theorie, Übertragung anhand praktischer Beispiele aus der konkreten Arbeit, Übungen und Kleingruppenarbeit
  • Umfangreiche Arbeitsmaterialien und Literaturhinweise

Die Fortbildung wird von Monika Moß durchgeführt und von Hedi Gies begleitet.

2.-4. Mai 2022
1. Tag: 10 - 18 Uhr, 2. Tag: 9.30 - 18.00 Uhr, 3. Tag: 9.30 - 14 Uhr | insgesamt 24 UE
Präsenzveranstaltung / falls notwendig wird auf Online umgestellt
Kosten: 390 EU inkl. 19% Usteuer